1977: Gründung des Vereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ aus dem später der Verein „Frauenhaus e.V.“ hervor geht
1978: erste Forderungen nach finanzieller Unterstützung an die Stadt Göttingen sowie Suche nach einem geeigneten Haus
1980: erstmalige Beantragung eines Haushaltstitels bei der Stadt Göttingen seitens des Vereins „Frauenhaus e.V.“, Renovierung und Bezug des ersten Frauenhauses in Göttingen
1999: Gründung des Vereins „Frauenhaus Göttingen – Zuflucht, Beratung und Information für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder e.V.“
2000: Übernahme des Frauenhauses durch neuen Trägerverein und Aufnahme der Arbeit nach neu erstelltem Konzept
setzt sich aus fünf Diplom - (Sozial) Pädagoginnen zusammen, die mit jeweils 29 Wochenstunden beschäftigt sind. Zusätzlich zur pädagogischen Arbeit mit den zufluchtsuchenden Frauen und Kindern werden in diesem Rahmen die nachgehenden Beratungen, die Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit sowie sämtliche Verwaltungsarbeiten des Vereins geleistet.
In diesen mehr als 25 Jahren sind viele weitere Einrichtungen wie Frauenberatungsstellen und Frauen – Notrufe entstanden, die in enger Kooperation miteinander verbunden sind.
Inzwischen gibt es allein in Deutschland über 400 Frauenhäuser, die mit ihrer Arbeit entscheidend dazu beigetragen haben, dass das Ausmaß der Gewalt im Zusammenleben von Frauen und Männern überhaupt bekannt geworden ist.
übernahmen die Vereinsfrauen des im November 1999 gegründeten „Frauenhaus Göttingen – Zuflucht, Beratung und Information für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder e.V.“ als neue Trägerin die seit ca. zwei Jahrzehnten bestehende Frauenhausarbeit in Göttingen.
steht in der Tradition der Frauenbewegung – insbesondere der Frauenhausbewegung – und wird von einem feministischen Selbstverständnis und weitgehend hierarchiefrei geleitet. Entscheidungen, die das Frauenhaus betreffen, werden ausschließlich und gleichberechtigt von den Mitarbeiterinnen bzw. in Einzelfällen von den Vertreterinnen der gewählte Organe des Vereins getroffen.
Kern unseres feministischen Selbstverständnisses ist die Erkenntnis, dass in unserer Gesellschaft ein institutionalisierter ungleicher Status der Geschlechter "herrscht", kurz, dass dies eine patriarchale Gesellschaft ist. Systematisch werden gesellschaftliche Ressourcen, soziale Rollen und Chancen zur Selbstverwirklichung nach dem biologischen Geschlecht zugunsten des Mannes verteilt. In dieser Geschlechterhierarchie liegen die primären Ursachen der von Männern spezifisch gegen Frauen und Kinder gerichteten Gewalt.
Aus diesem Grundverständnis von Gesellschaft und sexistischer Gewalt leiten sich auch die
ab, um somit die Position von Frauen zu stärken. Im Kontakt mit Frauen, die beim Frauenhaus Göttingen e.V. Unterstützung suchen, findet dieses etwa in der Ressourcenorientierung und der Hilfe zur Selbsthilfe Ausdruck.